Die Collmregion, Gegenwart


Einheimischen wie Besuchern ist die ländliche Gegend um den Collmer Berg, jener größten Erhebung Europas auf diesem Breitengrad, in stets wohlgesonnener Erinnerung. Diese Gegend hier, die im weitem Sinne den Altkreis Oschatz zwischen den sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden umfaßt, fällt insbesondere durch touristische Annehmlichkeiten, naturnahe Erholungsgebiete und liebenswürdige Kleinstädterei auf. Dahlen, Oschatz, Mügeln und Wermsdorf sovie viele andere Orte laden zur Entspannung und Kulturteilhabe in ihre Freizeitbäder, Museen und Theater ein. Ausgedehnte Rad- und Wanderwege verbinden alle Orte hierzulande miteinander. Deren Gäste und Bewohner können so am Alltag in der Collmregion teilhaben und ihre Geschichte leben, wie sie, hier und jetzt, gegenwärtig sich ereignet.



Die Collmregion von Heute, wie sie leibt und lebt



Heutezutage wissen wir außerdem bestens Bescheid über aktuelle Ereignisse in unserer Region und erinnern uns gerne an schmunzelhafte Erlebnisse der letzten Monate und Wochen. Den historischen Werdegang unserer Heimat können wir ebenso für einen gewissen Zeitraum ohne Weiteres nachvollziehen und uns mit ihm auf vielfältige Art und Weise auseinandersetzen. Wie aber verhält es sich mit der Geschichte unserer Region, weit zurück in der Vergangenheit?

Irgendetwas muss sich hierzulande zugetragen haben, während einer Epoche des Mittelalters, die Historiker als die „Verlorenen Jahrhunderte“ bezeichnen. Was wissen wir aus dieser selbst bis heute rätselhaften Zeit? Können wir in etwa sagen oder wenigstens vermuten, was sich zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert hier um den Collmer Berg ereignet hat? Sind wir im Besitz glaubhafter Überlieferungen? Gibt es denn diese überhaupt, und ist dies nicht der Fall – wie erfahren wir dann vom Leben und von den Menschen hier, damals, aus diesem Kapitel unserer regionalen Geschichte?


Tatsächlich gibt es Bruchstücke von Aufzeichnungen, verblichen und kaum zu lesen, die Auskunft geben über diese frühe Zeit. Natürlich kann nur noch wenig davon Verwendung finden. Viele Zeilen auf alten Schriften berichten ohne Zusammenhang. Wind und Wetter haben ihnen zugesetzt, und manches ging verloren durch Raub, Krieg und Untergang. Aber selbst die wenigen Anhaltspunkte, die wir haben, geben den Historikern heute einen faszinierenden Eindruck vom Leben in der Collmregion im frühen Mittelalter.

Dabei sind es eigentlich Erzählungen, Worte und Notizen recht talentierter Schreiber, die uns heute als Quelle zur Recherche dienen. Die Zeitzeugen von damals haben ihre Beobachtungen gemacht und sie nach eigenem Empfinden unterhaltsam, spannend, und auch mal tröge auf Papier geschildert. Vieles von dem mag übertrieben sein, und dennoch enthalten diese Aufzeichnungen gewisse Fakten, denen man sicher Glauben schenken kann. Phantasie und Wahrheit vermengen sich da oftmals miteinander, und wodurch auch jene Sagen entstanden, die man sich seit Menschheitsgedenken einander erzählt.

Natürlich gibt es auch solche Sagen über die Collmregion. Diese berichten aus der Vergangenheit, gehen dabei oftmals Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in die Geschichte zurück. Und eine dieser Sagen, die vom Leben um den Collmberg vor mehr als tausend Jahren wissen, ist die Saga über das Königreich von Faldyran.


Collmregion, Vergangenheit


Vor mehr als 1.500 Jahren zogen mehr als 2000 sächsische Stammesangehörige von den nordwestlichen Küsten aus in die Ferne davon. Sie streiften auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat die Ländereien des östlichen Germaniens. Lane, ein Krieger und Vertrauter der alten Könige, führte diese Menschen an und alle die sich ihnen angeschlossen hatten, durch alle Strapazen und Schicksalsschläge bis sie schließlich um 496 n. Chr. am Berge Collm angelangt waren, an einem Ort wo die Erde Früchte trägt und die Menschen wussten, das sie hier in Zukunft zu Hause sein würden.
Wenige Jahre nach ihrer Ankunft waren die ersten Siedlungen gebaut und das Königreich von Faldyran ausgerufen. So nennt sich das Land am Collmberg von nun an, so nennt sich die neue Heimat dieser Menschen, und so nennt sich die Saga über jenes Königreich, die von seinem Werdegang und den Geschehnissen dieser längst erloschenen Tage, von seinem Kommen und Vergehen, uns erzählt.

Und diese Website hier beschäftigt sich mit jener Saga aus der Collmregion. Sie, die Internetpräsentation und alle gedruckten Werke, sollen begeistern und Neugierde wecken, träumen und überlegen lassen und laden alle Menschen herzlich in das längst vergessene Königreich und seine abenteuerliche Epoche ein.

Lieber Reisender, seid willkommen in Faldyran!

Wandert durch das Land und seine reichhaltige Natur. Spaziert in die Ortschaften des Königreiches und sucht mystische Stätten auf, deren Aura noch in diesen Tagen zu spüren ist. Erfahrt von Händlern, Lordregenten und Geschichtenschreibern aus erster Hand, wie Faldyran sich entfaltet hat, während seiner Herrschaftszeit in sechs Jahrhunderten.

Die Chronik des Königreiches umfasst in ihren Aufzeichnungen mehr als ein halbes Jahrtausend an Leben und Erleben. Vieles davon kann nun nachgelesen werden – Schilderungen über die Gründung des Landes, Erlebnisberichte großer Schlachten, Geschichten aus dem Alltag sowie Auflistungen von Entdeckungen und rätselhaften Ereignissen. Darüber hinaus sind auch allgemeine Fakten der mittelalterlichen Welt in bestimmten Bücherregalen aufzufinden und Zeichnungen, und Abbilder ansehbar. Die Bibliothek unseres Landes erwartet Euch!

Nicht alle Einzelheiten und Deutungen der Saga Faldyran können wir an dieser Stelle erwähnen. Die Fülle der Überlieferungen ist schlicht enorm und äußerst zeitaufwendig hier zu lesen, so dass die Begeisterung unserer Gäste und Besucher ermüden könnte. Aus diesem Grund geben wir den Anhängern unseres Königreiches die landeseigene Tribune, die Botschaften aus Faldyran, mit auf den Nachhauseweg. Sie bietet genau genommen einen Auszug aus der Geschichte des Königreiches und führt den Leser mithilfe von Schrift und Abbild durch die Zeiten Faldyrans. Jeder Besucher unseres Landes erhält auf seinen Wunsch ein Exemplar jener Tribune (frei Haus, versteht sich) und kann so selbst entscheiden, wann, wo und wie er über die Saga des Landes und seine Geschichte sich beliest.

Unsere Reise durch das Königreich neigt sich nun dem Ende zu. In der Hoffnung, lieber Reisender, Euren Aufenthalt hierzulande lehrreich und unterhalt auch gemacht zu haben, geben wir Euch neben unseren Wünschen und (neunmal-)klugen Ratschlägen zum Abschied die Gelegenheit, die Zeittafel für die Hausaufgaben zu verwenden und sich an vielseitiger Gaukeley zu erheitern. Das auch das euch Freude macht, hoffen wir mit Zuversicht.


Sehen wir uns einstmals wieder, im Königreich von Faldyran?

Auf bald – und gehabt Euch wohl!


Majestätische Grüße aus Faldyran



Sir Thomas
am Hofe Burg Falkenhorst im Juni 1056 n. Chr.