Über das Königreich von Faldyran ist heute so gut wie überhaupt nichts mehr bekannt. Es gibt nicht eine amtliche Chronik auf der Welt, die von der Geschichte Faldyran zu wissen scheint und auch keinen historischen Almanach, der über jenes kleine Land am Collm wenigstens auf einer Zeile etwas aufgezeichnet hat. Alles, was über Faldyran somit zu erfahren war, sind Anhaltspunkte, Handgeschriebenes und dürre Zahlen aus den Unterlagen, naja, den Überresten einer alten Saga, die am Ende auch nur dass mitteilen kann, was der Volksmund ihr selber zugeschrieben hat. Aufgrund dieser Tatsache sind alle Abhandlungen und Kenntnisse über Faldyran, die hier auf diesen Seiten zusammengefasstz werden, eher unvollständiger Natur.

Wenn man nun dem Glauben schenkt, was der Volksmund über Faldyran erzählt, dann hat das Königreich zu Fuße des Collmer Berges über sechs Jahrhunderte lang das Zeitgeschehen nicht nur in unserer Region, sondern auch im damaligen frühen Sachsen und sogar der Welt, maßgeblich bestimmt. Es war im Guten wie im Schlechten für die Menschen da und hat die höchsten Anstrengungen unternommen, um seine Prinzipien und Ansichten zu bewahren und weiterzureichen an die Welt und zwar für jene Zeit, die nach seinem Untergang kommen würde. Die Geschichte des fünfhundertjährigen Königreiches ist uns natürlich nicht vollkommen überliefert worden. Anhand der zahlreichen Fakten jedoch lassen sich in Hinblick auf die Verfassung von Faldyran einige interessante Rückschlüsse ziehen und zumindest die herausragendesten Momente des Königreiches ziemlich ausführlich erklären.

Um 1056 n. Chr. endet die Faldyran-Saga abrupt. Wir wissen nicht genau, warum dies geschah, finden in ihren zuletzt vorliegenden Aufzeichnungen allerdings folgende grundliegende Angaben über jenes Königreich am Collmer Berg:


Hoheitlicher Status:
Kleinkönigreich nach altgermanischer Verfassung
Ausdehnung:


über 192 km² Wald und Wiesen, von Torgau an der Elbe bis nach Döbeln an der Mulde sowie vom Oschatzer Umland bis in die Mutzschener Gegend
Gründung:
21. Mai 500 n. Chr.
Bevölkerung:
zwischen 8000 – 9000 Frauen, Kinder und Männer
Souverän:

die Volksversammlung (Stammesthing), der König, die Kanzlerin und die ihnen untergeordneten Würdenträger
ausgeübte Religionen:


polytheistische Ausrichtung der Bevölkerung unter Beachtung verfassungsrechtlicher Grundsätze
slawische, christliche und germanische Glaubensgemeinschaften
Ortschaften:


10 anerkannte Ortschaften (Collm, Döbeln, Falkenhorst, Kingtar, Mügeln, Mutzschen, Oschatz, Striesa, Telkor und Torgau) sowie eine nicht näher bestimme Anzahl namenloser Siedlungen
Sitz der Regentschaft:
Collm
Armee:
um die 2.500 Mann unter Waffen
amtierender König:
Ottmar von Fallada
politische Akkreditierung:

Faldyran ist formal anerkannt als ein rechtlich selbständiges und administrativ unabhängiges Herrschaftsgebiet auf dem Territorium der Meißener Markgrafschaft
organisatorische Zugehörigkeit:


Zur unmittelbaren Nachbarschaft Faldyrans gehören die Markgrafschaften von Merseburg, Zeitz, Meißen und der Lausitz. Zusammen formen die fünf Ländereien die sogenannten "Östlichen Gebiete" des sie einschließenden Teutonenreiches.


Nun, auf unserer Reise durch das Königreich, werden wir Zeuge dessen sein, was Faldyran so unvergessen macht und hübsch ansehen ließ. Dabei hören wir von den Ereignissen aus längst vergangenen Tagen, erleben den Alltag in Siedlungen und Burgen so, als wären wir dabei, und erforschen die Geheimnisse der mystischen Stätten auf eigene Faust. Es wird eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart zugleich, an Worten reich und wundervoll an Abbildern geschmückt.


Betreten wir also durch die alte Karte das legendäre Faldyran ...